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16.01.2017 | Pressemitteilung
Saisonplanung für Herbst/Winter anpassen!
Ansprechpartner
Axel Augustin
0221/92 15 09 - 32
Auch im letzten Jahr war der Witterungsverlauf für den Modehandel ungünstig. Das Frühjahrsgeschäft startete aufgrund eines späten Wintereinbruchs verzögert, der Verkauf von Herbstware wurde durch den warmen September stark beeinträchtigt. Gerade im Herbst waren in den letzten Jahren überdurchschnittliche Temperaturen die Regel, was durchweg zu Umsatzverlusten und höheren Abschriften führte.

Vor diesem Hintergrund müssen Handel und Industrie unbedingt neue, wirksame Wege suchen, um die Umsätze im Herbst/Winter 2017 wieder zu stabilisieren. Erste Gelegenheit dafür sind die nächste Woche startenden Berliner Modemessen. Neben der Sichtung von Trends sollten sich die Gespräche unbedingt auch um eine geänderte Saison- und Flächenplanung drehen. Es ist zwar aufgrund der Unberechenbarkeit des Wetters möglich, dass der nächste Winter früh und mit langen Kältewellen startet, sehr wahrscheinlich ist das nach den Erfahrungen der letzten Jahre allerdings nicht.

Der Modehandel muss sich in erster Linie mit den wahrscheinlicheren Wetterszenarien auseinandersetzen, nicht mit den erhofften. Es empfiehlt sich daher, außerhalb des hochmodischen Bereichs die Liefertermine noch näher an die „Bedarfstermine“ der Käufer zu rücken und auch die Mengen- bzw. Flächenplanung anzupassen. Jedes Modehaus muss für sich prüfen, welche Ware die Kunden in welcher Auswahl zu welchem Zeitpunkt wünschen. Eine große Fläche mit Winterjacken bereits Ende August dürfte aus Kundensicht in aller Regel kaum Sinn machen und nur unnötig frühe und hohe Abschriften nach sich ziehen.

Viel spricht dafür, für den Verkaufszeitraum August bis Mitte Oktober noch stärker Übergangsware zu ordern. Warme Winterware sollte dagegen vorsichtiger eingekauft und dem Kunden auch nicht zu früh präsentiert werden. Ziel muss die Stärkung der zweiten Saisonhälfte oder gar die Schaffung einer eigenständigen Winter-Saison sein. Hierzu müssen die Lieferanten passendere Lösungen als bisher anbieten.

Wenn sich Industriepartner nicht auf bedarfsgerechtere Liefertermine einlassen wollen, sollte man über Alternativen nachdenken. Etliche ehemals unverzichtbar erscheinende Marken haben – nicht zuletzt aufgrund von Überdistribution – merklich an Bedeutung eingebüßt. Andererseits haben in den letzten Saisons manche neuen Marken mit guten Konzepten fast aus dem Stand beachtliche Umsätze erzielen können. Es wird gerade für den mittelständischen Modefachhandel immer wichtiger, seine Sortimente ständig zu hinterfragen und nach Alternativen Ausschau zu halten.

Fazit: Der Modehandel sollte in der bevorstehenden Orderrunde unbedingt ausreichend Zeit für Gespräche mit seinen Lieferanten und die Sichtung potentieller neuer Marken einplanen. Starre Einkaufs-Muster aus den Vorjahren können nur sehr eingeschränkt übernommen werden. Die Branche muss noch flexibler auf die Anforderungen des Marktes reagieren.

BTE-Hilfen für die Order

Der  BTE unterstützt den Modehandel bei der Vorbereitung seiner Order mit verschiedenen Publikationen und Hilfsmitteln. Die wichtigsten im Überblick:

  •  „Saisonplanung – Saisonverlauf: Aktion versus Reaktion“: Behandelt werden u. a. das aktuelle Käuferverhalten, der zielgruppengerechte Sortimentsaufbau, der Modegrad im Saisonverlauf, Limitverteilung und Liefertaktungen, Lieferantengespräche sowie die Umsetzung am POS. 68 Seiten, Preis: 45 EUR brutto zzgl. Versand.
  • „Limit im Griff – Ertrag in der Kasse": Aufgezeigt werden praxisgerecht die Struktur und Vorgehensweise einer modernen Limitplanung, u.a. auch das Thema „Flächenlimite“. 140 Seiten, Preis: 48,15 EUR brutto zzgl. Versand.
  • „Handels-Kalkulator“: Die BTE-Kalkulations-App wurde für Smartphones entwickelt, sie funktioniert aber auch auf Tablets. Damit lässt sich der Verkaufspreis (brutto und netto mit unterschiedlichen Mehrwertsteuersätzen), der Netto-Einkaufspreis sowie die Handelsspanne als Aufschlag bzw. Abschlag errechnen, wenn jeweils zwei dieser drei Werte vorliegen. So können beim Einkauf schnell und komfortabel Kalkulationen überprüft oder neu berechnet werden – z.B. die Folgen von Preis- und Spannenänderungen bei frei kalkulierbarer Ware. Erhältlich zum Preis von 5,99 EUR im App- bzw. Play-Store.

Hinweis: Die Publikationen können bestellt werden beim ITE-Verlag, Fax 0221/92150910, E-Mail: itebestellungen@bte.de oder direkt im BTE-Webshop, wo auch Downloads möglich sind. Mitglieder im Einzelhandelsverband erhalten – bei vorheriger Registrierung – einen Preisnachlass in Höhe von 20 Prozent.

BTE-Shop
Im BTE-Shop finden Sie zahlreiche Titel aus der Fachreihe „BTE-Praxiswissen Textil - Leder - Schuhe“ zu unterschiedlichen Themen, z.B.:

Kundenbindungspro-
gramme im deutschen
Modehandel

Autor:
Stefan Schneider

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Marketing Berater

marketing berater - das Fach- und Wirtschaftsmagazin für die Modebranche.
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Statistikreport
Statistik-Report Textileinzelhandel 2016

Autorin:
Anja Anders, BTE, Köln

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